GewandhausChor Leipzig in Gießen

Datum/Zeit
Date(s) - 3. April 2022
17:00 - 19:00

Veranstaltungsort
St. Bonifatius Gießen

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Der GewandhausChor ist in seiner Geschichte eng mit dem Gewandhausorchester verbunden und kann auf eine Tradition von mehr als 150 Jahren zurückblicken. Berühmte Dirigenten haben mit dem Klangkörper zusammengearbeitet, darunter immer wieder die amtierenden Thomaskantoren und Gewandhauskapellmeister– zuletzt Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly und Andris Nelsons. Die Leitung des Chores liegt seit der Spielzeit 2007/2008 in den Händen von Gregor Meyer.

Das Repertoire des Ensembles ist vielseitig, erfordert eine hohe Flexibilität der Stimme und die Bereitschaft, sich immer wieder auf neue programmatische Ansätze einzulassen. Besondere Projekte vergangener Spielzeiten waren unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Starposaunisten Nils Landgren, mit Tausendsassa Herbert Feuerstein, den Schauspielerinnen Katharina und Anna Thalbach oder die szenische Aufführung einer eigenen Version von Bachs Markuspassion in barrierefreier Konzeption für Gehörlose. Ein neues, spannendes Experiment war auch die Zusammenarbeit mit dem innovativen Piano-Elektro-Künstler Martin Kohlstedt im Rahmen der neuen Gewandhaus-Reihe »Two play to play« in der Saison 2017/2018.
Weitere Höhepunkte der Chorarbeit sind Konzertreisen ins Ausland – zuletzt in den Vatikan, zum Festival Luzern, den BBC Proms, nach Indien und Vietnam. Auch in außergewöhnlichen Räumen wie dem Leipziger Bildermuseum, dem Völkerschlachtdenkmal, dem »Theater am Rand«, dem Krematorium auf dem Leipziger Südfriedhof oder der Kölner Kultkneipe »Weißer Holunder« ist der Chor schon aufgetreten. In Arne Birkenstocks erfolgreichem Dokumentarfilm »Sound of Heimat« waren die Sängerinnen und Sänger sogar auf der Kinoleinwand zu erleben. Regelmäßig tritt der GewandhausChor mit dem GewandhausKinderchor, dem Chor der Oper Leipzig, dem MDR-Chor, dem Dresdner Kammerchor sowie mit dem Gewandhausorchester und anderen Instrumentalensembles auf. Auf dem Gebiet der historisch orientierten Aufführungspraxis verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der camerata lipsiensis. Verschiedene CD-, DVD-, Fernseh- und Radio-Produktionen belegen die vielseitige künstlerische Arbeit des Ensembles – u.a. eine CD mit geistlichen Werken Franz Liszts, Ferdinand Hillers Zerstörung Jerusalems, eine Aufnahme sämtlicher Choralkantaten Max Regers sowie eine CD mit L’art de passage, die sich dem Schaffen Friedrich Silchers in sehr freien Arrangements nähert. 2017 erschien bei querstand eine Aufnahme von Mendelssohns Reformationssinfonie in einer Fassung für Chor, Soli und Orchester, 2018 veröffentlicht cpo einen Live-Mitschnitt von Friedrich Schneiders Weltgericht.

Der Titel dieses Konzertes erhält bei der Planung noch nicht vorstellbare Aktualität durch den Angriff Wladimir Putins auf die Ukraine. Gregor Meyer hat vor diesem Hintergrund das Programm umgestellt und Werke von russischen, weißrussischen und ukrainischen Komponisten mit aufgenommen. Das Konzert wird als Benefizkonzert für die Ukraine abgehalten.

 

 

Programmentwurf

Rudolf Mauersberger (1889-1971): „Wie liegt die Stadt so wüst“

Willy Burkhard (1900-1955): „Gott ist gegenwärtig“

Max Reger (1873-1916): „Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit“

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Der 22. Psalm – „Mein Gott, warum hast du mich verlassen“

Charles Villiers Stanford (1852-1924): „Justorum animae“

 

Johann Schelle (1648-1701): „Komm, Jesu, komm“ (in A)

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Vier Choräle aus der Motette „Jesu, meine Freude“

Johann Rosenmüller (1619-1684): „Welt, ade, ich bin dein müde“ (in A)

 

Olga Minenkowa (*1975): „Nyne otpushchayeshi“ (Nunc dimittis)

Volodymyr Yakymetsj: „Plyve Katcha“ (Trauerlied)

Alexander Dmitriyevich Kastalsky (1856-1926): „Nyne otpushchayeshi“

 

Gregor Meyer (*1979): „Da Pacem/ Verleih uns Frieden“

Georg Christoph Biller (1955-2022): „Der apostolische Segen“

Rudolf Mauersberger: „Das Vaterunser“ aus „Geistliche Sommermusik“

Arvo Pärt (*1935): „Da Pacem“

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