Heldenstadt Minsk. Artur Klinau im Gespräch mit Prof. Thomas Bohn in Gießen

Datum/Zeit
Date(s) - 27. Oktober 2022
19:00

Veranstaltungsort
Netanya Saal Gießen

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Eintritt frei

Moderation und Übersetzung: Gleb Kazakov (Historisches Institut)

Lesung: Roman Kurtz (Stadttheater Gießen)

 

August 2020, Belarus. Während die Präsidentschaftswahl in vollem Gange ist, werden in Minsk immer mehr Menschen festgenommen, die gegen massive Wahlfälschungen demonstrieren. Darunter ist auch Marta, Artur Klinaus Tochter. Als er telefonisch von ihrer Festnahme erfährt, macht er sich sofort auf den Weg nach Minsk, um sie zu suchen. In Acht Tage Revolution. Ein dokumentarisches Journal aus Minsk hält Klinau die tragischen Ereignisse dieser Tage detailliert fest. »Es ist das bewegendste Buch, das über die weissrussischen Proteste im Sommer 2020 geschrieben wurde« (Neue Zürcher Zeitung). Bereits 2006 hatte der Autor in Minsk. Sonnenstadt der Träume über die politische Lage in Belarus geschrieben. Dieses frühere Werk porträtiert seine Heimatstadt Minsk, erzählt vom Widerstand gegen die Diktatur Lukaschenkos und zeigt das Verschwinden europäischer Werte in Belarus auf.

 

Artur Klinau (*1965 in Minsk) ist ein belarussischer Schriftsteller, Künstler und Herausgeber. Er lebt und arbeitet eigentlich in Minsk, gegenwärtig jedoch in Gießen im Exil. Er ist Herausgeber und Chefredakteur des einzigen Magazins für zeitgenössische Kunst in Belarus pARTisan.

 

Prof. Thomas Bohn ist Osteuropahistoriker an der JLU und veröffentlichte in diesem Jahr in zweiter Auflage sein Buch Heldenstadt Minsk. Urbanisierung à la Belarus seit 1945, in dem er über die Konsequenzen der Revolution von 2020 nachdenkt.

 

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, dem Gießener Zentrum Östliches Europa, der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung, der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem Kulturamt der Stadt Gießen. 

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