Marie 250 (1723-​1772). Prinzessin von Großbritannien, Landgräfin von Hessen-​Kassel

Datum/Zeit
Date(s) - 7. Februar 2022
7:30 - 23:00

Veranstaltungsort
Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Giessen

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Mit Marie von Hessen-​Kassel verstarb am 14. Januar 1772 eine außergewöhnliche Fürstin, deren Geschichte heute zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Bereits als Kind war die Tochter König Georgs II. von Großbritannien mit dem zukünftigen Landgrafen Friedrich II. von Hessen-​Kassel verlobt worden, mit dem sie später vier Söhne bekommen sollte.

Doch Maries Leben verlief nicht nach Plan und wurde überschattet von den Folgen ihrer unglücklichen Ehe und der traumatischen Trennung von ihrem Mann nach dessen heimlichem Übertritt zum Katholizismus. Um ihre noch minderjährigen Söhne dem Einfluss des Vaters zu entziehen, übernahm Marie nach dem Tod ihres Schwiegervaters deren Vormundschaft. Sie wurde als Regentin der hessischen Grafschaft Hanau-​Münzenberg eingesetzt, die sie in den folgenden Jahren nachhaltig prägte: So ließ sie das Stadtschloss erweitern, einen der ersten englischen Landschaftsgärten in Deutschland anlegen und ein Theater bauen. Ihre Bibliothek und umfangreiche Korrespondenz gewähren zudem tiefe Einblicke in die Gedanken-​ und Geisteswelt der Landgräfin.

Anlässlich des 250. Todestags von Marie von Hessen-​Kassel präsentiert diese Ausstellung zentrale Stationen im Leben der Fürstin vor dem Hintergrund der engen historischen und kulturellen Verknüpfungen zwischen Großbritannien und Hessen. Die Ausstellung wurde von Studierenden des Instituts für Anglistik der Justus-​Liebig-Universität unter Leitung von Dr. Martin Spies im Sommersemester 2020 kuratiert.

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