Präsentation der Collecting-​Corona-Sammlung – Katja Schöwel

Datum/Zeit
Date(s) - 2. Februar 2022
10:00 - 16:00

Veranstaltungsort
Oberhessisches Museum Gießen

Kategorien


Im Laufe des Jahres 2020, während des Corona-​Lockdowns, hat das Oberhessische Museum gemeinsam mit der Abteilung Kulturförderung der Stadt Gießen die Aktion CollectingCorona initiiert. Mit CollectingCorona hat sich das Museum zum Ziel gesetzt, Gießener Künstler*innen in der Krise finanziell zu unterstützen, in dem es Kunstwerke für die eigene Sammlung angekauft hat. Außerdem sollte anhand der Kunstwerke festgehalten werden, welche Auswirkungen die Pandemie auf die Gesellschaft und die Kunst hat.

Mit CollectingCorona ist eine kleine Sammlung von individuellen Positionen entstanden, die in Form von Malerei, Fotografie, Installationen und Zeichnungen zum Ausdruck gebracht wurden. Die Künstler*innen haben mit ihrer Kunst die sonderbare Zeit reflektiert und sie für nachfolgende Generationen festgehalten.

Regelmäßig wird im Laborraum im Erdgeschoss des Alten Schlosses eine andere künstlerische Arbeit aus dem CollectingCorona-​Bestand präsentiert. Alle zwei Monate wird es eine Kunstpause mit den Künstler*innen geben, in der sie über ihre Arbeiten berichten.

Katja Schöwel

Kunstpause am Mittwoch, den 29.12.21 um 12:30 Uhr.

Die Gießener Künstlerin Katja Schöwel, geb. in Lahn-​Wetzlar, studierte an der JLU-​Gießen Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Neuere Deutsche Literaturwissenschaften. Zentral für ihre künstlerische Arbeit ist das Finden prägnanter Formen, die sie durch den forschenden Umgang mit unterschiedlichen (Zeichen)Materialen, wie Knete, Gips, Papier oder Wachs, in immer neuen Kombinationen und Ausformungen umsetzt. Ein Ergebnis dieses suchenden Prozesses ist das Drängen der Blätter aus ihrer Zweidimensionalität in den Raum.

Auch bei ihrer Arbeit „Ohne Titel“ gewinnt das eigentlich zweidimensionale Papier an Raum. Das leichte Papier hat die Eigenschaft, sich am unteren Ende aufzurollen. Durch das Stechen von Löchern und das anschließende Reißen des Papiers sind Überstände entstanden, die dem Material eine neue Form verleihen. Die Leichtigkeit des Papiers, die durch die blaue Farbe unterstützt wird und die entstandenen Löcher verleihen dem Werk sowohl eine Transparenz als auch eine Verletzlichkeit.

„Der Lockdown im Frühling war ein Brennglas, in dessen Fokus sich Fragiles, Instabiles in Rauch auflöste. Diese Klarheit spiegelte der über Wochen erbarmungslos wolkenlose Himmel; ein Schild aus endlosem Blau, an dem ich mich in Strichen und Nuancen abarbeitete bevor ich es – durch behutsame Akte der Gewalt, für eine andere Perspektive öffnete.“
— Katja Schöwel —

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